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Alt 10.12.2009, 14:35
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Standard Mit Mickey Mouse auf hoher See - Meine erste Disney Cruise

Mit Mickey Mouse auf hoher See – Meine erste Kreuzfahrt mit der Disney Cruise Line.

7 Tage Western Caribbean Cruise inkl. 2 Stops auf Castaway Cay mit der Disney Magic - 14.11. - 21.11.2009.

Teil 1 – Zum ersten Mal auf einem Kreuzfahrtschiff, und dann auch noch bei Disney!


Nach einer grossartigen Woche in Walt Disney World hiess es für mich am 14. November 2009 früh aufzustehen – denn der Disney-Zauber sollte noch nicht vorbei sein. Die erste Disneykreuzfahrt stand vor der Tür.

Auf die Disney Cruise Line bin ich eigentlich eher zufällig aufmerksam geworden – beim Studieren von Werbematerial für Disney World. Die Idee, mal eine Disney-Kreuzfahrt zu unternehmen hat mich seit diesem Zeitpunkt nicht mehr losgelassen und so habe ich mich entschieden, dieses Vorhaben mit meinem ersten Besuch in Walt Disney World zu kombinieren. Ich habe mich dann für 7 Tage auf der Disney Magic entschieden. Aber nicht die gewöhnliche Route, nein, ich hatte das Glück, dass für Mitte November zufällig die sogenannte Double Dip Cruise geplant war. Das heisst: Als einzige Disney Cruise in diesem Jahr dürfen wir Disney’s private Bahamas-Insel, Castaway Cay gleich an zwei Tagen geniessen. Grand Cayman und Cozumel hiessen die weiteren Destinationen, zwei volle Tage auf See gab es auch noch dazu.

Los ging es, wie gesagt, am 14.11.2009. Früh morgens fuhren wir vom Pop Century Resort in Disney World an den Orlando Airport, wo wir unseren Mietwagen an Alamo retournierten.

Im unteren Stock des Terminal B des Flughafens Orlando befindet sich das Disney Welcome Center, von dort starten die Busse nach Disney World und auch zur Disney Cruise Line nach Port Canaveral.

Auch ich habe den Bustransfer ab Orlando Airport zum Hafen gebucht, ist ja deutlich billiger, als den Mietwagen eine Woche stehen zu lassen. Um ca. 9:30Uhr habe ich mich dort mit den Bus-Vouchers gemeldet, Das Gepäck haben ich bereits zuvor mit den von DCL gelieferten Etiketten versehen, dieses wurde uns vor dem Einsteigen in den Bus abgenommen und per Lastwagen nach Port Canaveral gebracht. Um kurz nach 10 Uhr hiess es dann für mich, in den Bus zu steigen, der mich in gut einer Stunde nach Port Canaveral brachte.



Während der Fahrt über den schnurgerade verlaufenden Highway 528 zeigt man uns ein nettes Video über die Disney Cruise Line mit Mickey Mouse & Co. Es wird erklärt, wie die Prozeduren am Hafen ablaufen, usw. Und dann taucht sie auf. Wir erblicken zum ersten mal unser Schiff, die Disney Magic. Das hebt dann die zuvor ruhige Stimmung im Bus deutlich.



Bei Ankunft am Terminal steigt ein Disney Cast Member in den Bus und erklärt uns den Weg ins Terminal: Zuerst durch die Sicherheitskontrollen, dann einen Stock höher und wir stehen vor den Check-in-Schaltern. Die Schlange scheint bereits riesig – doch nur für US-Bürger. Nicht-Amerikaner haben eigene Schalter zum Einchecken. Toll! Da nur sehr wenige Ausländer mit der Disney Cruise Line reisen, kann ich ohne zu warten gleich einchecken. Die Dame am Schalter will kurz den Pass und die bereits zuvor online ausgefüllten DCL-Dokumente sehen – dazu gehören der unterschriebene Vertrag und die Kreditkarteninformationen. Alles ist in Ordnung, ich erhalte den Schlüssel zur Kabine (gleichzeitig auch Zahlungsmittel):



Dann druckt man mir das Dining Ticket aus:



Einzigartig bei der Disney Cruise Line ist, dass man das Restaurant fürs Abendessen zugeteilt bekommt. Ebenso machen die Kellner dieselbe Rotation, das heisst, man wird jeden Abend vom selben Personal bedient und sitzt zudem mit den selben Gästen am Tisch. Gegessen wird in zwei Sitzungen, 17:45 Uhr und 20:15 Uhr, wir wurden für erstere eingeteilt. Die Shows am Abend werden jeweils 2x aufgeführt, so dass jeder die Möglichkeit hat, diese zu besuchen, unabhänig von der Essenszeit.
Jedoch gleich vorneweg: Da es mein Vater vorzieht, sich unkompliziert und zwanglos vom Buffet zu verpflegen, haben wir dann lediglich an 3 Abenden am Dinner teilgenommen, inkl. den beiden Formal Nights, an denen Anzug & Krawatte erwünscht waren - hatte ich mir doch speziell für diese Disney Cruise meinen allerersten Anzug besorgt.

Zurück ins Terminal: Nach keinen 5 Minuten war ich eingecheckt, ich wurde in Boarding-Gruppe 12 eingeteilt und es war noch über eine Stunde Zeit, bis zum Einsteigen. Die Schlangen vor den Check-in Schaltern wurden immer länger, genau so wie für diejenigen, die ihre Kids für Aktivitäten an Bord registrieren wollten. Ich hoffe, dass man für die neuen beiden neuen, grösseren Schiffe, die Disney Dream und Disney Fantasy die Anlagen noch etwas erweitert. Die Leute standen sich zum Teil gegenseitig im Weg – diejenigen, die einsteigebereit waren, vermischten dich mit denjenigen, die für die Onboard-Aktivitäten Schlange standen. Da hätte man noch Potential, versteht es doch Disney ansonsten ganz gut, mit grossen Menschenmassen umzugehen.

In der Mitte der Halle stand ein grosses Modell der Magic und davor waren die ersten Characters anzutreffen. Immerhin, eine tolle Idee, um die Wartezeit zu überbrücken, hier hielt sich auch die Anzahl der wartenden Familien in Grenzen. So habe ich das natürlich auch genutzt. Zuerst gab’s ein Bild mit Goofy:



… der dann wenig später von Captain Mickey Mouse persönlich abgelöst wurde. Da mein Liebling Balu nie auf der Cruise anzutreffen ist, war dies dann mein Favorit. Sieht Mickey nicht toll und lieb aus in seiner Uniform?



Um 12 Uhr wurde dann angefangen, einzusteigen. Lautsprecherdurchsagen riefen die einzelnen Gruppen auf. Angefangen wurde bei Group 1, und dann schön der Reihe nach. Ich und Gruppe 12 waren dann kurz nach 12:30 dran, nach dem sich das Terminal etwas geleert hatte. Ich besteige nun also zum allerersten Mal ein Kreuzfahrtschiff, und dann auch noch eines von Disney. Wie cool!

Am Ende der Gangway steht eine Dame mit Mikrofon, will unseren Namen wissen und heisst uns dann lautstark willkommen: „Ladies and gentleman, please welcome onboard The Kurmann Family“. Dann gibt’s Applaus von den restlichen Crew Members. Ich betrete die vornehme, noble Lobby – bereits weihnächtlich dekoriert.



Ein weiteres Crewmitglied begrüsst mich, ich werde aufgeklärt über die bereits geöffneten Buffets und den Standort meiner Kabine. Dorthin zieht es mich als erstes, denn diese ist nämlich schon bereit. Gebucht habe ich Mitte Oktober die günstigste Aussenkabine, Kategorie 9. Zugeteilt wurde mir dann Nummer 1058 auf Deck 1, das unterste Deck, zwei Etagen tiefer als die Lobby. 1058 ist auch hervorragend platziert, gleich bei den mittleren Liften und Treppenhaus.

Und der erste Eindruck gefällt: Sehr heimelig mit viel Holz. Es gibt ein Doppelbett, Spannteppich, ein Sofa, ein schwenkbarer LG-Flachbildschirm, Klimaanlage, Safe, Kleiderschrank, eine Kommode mit vielen Schubladen, zwei Fenster, und zwei Badezimmer: Eines mit Badewanne und Lavabo, das andere mit Toilette/Lavabo. Definitiv sehr wohnlich, und sehr ruhig. Während der Fahrt hielten sich der Lärm und die Vibrationen in sehr engen Grenzen. Hin und wieder schepperten die Kleiderbügel im Schrank, dies aber nur während der etwas raueren See am ersten Abend. Die Steckdosen im Bad akzeptieren auch europäische 220 Volt-Stecker, diejenigen bei der Kommode und hinter dem TV waren amerikanischer Bauart.

Die Grösse der Kabinen ist zu zweit sicher ausreichend, Stauraum ist in einem Kleiderschrank vorhanden und gemäss Disney gehören deren Kabinen zu den grössten in der gesamten Kreuzfahrtindustrie. Ich habe mir eine Kabine zur Alleinbenutzung geleistet, meinen Vater habe ich nebenan in 1060 einquartiert. Die Kategorie 9-Kabinen können mit bis zu 4 Personen belegt werden, als Bett dient dann das Sofa, ein weiteres Bett lässt sich gleich darüber aus der Decke klappen. Dann wird es aber definitiv eng, ich würde also sagen, maximal 2 Erwachsene pro Kategorie 9-Kabine, damit man es noch geniessen kann. Das Sofa und Klappbett sind dann doch eher nur für Kinder geeignet.

Ein Blick in Kabine 1058 – aufgenommen etwa nach Hälfte der Kreuzfahrt:



Und sogar mein Sondenernährungssystem fand Platz und konnte mit Hilfe des Griffs der Nachttisch-Schublade vor eventuell auftretenden starken Bewegungen des Schiffs vor dem Umkippen gesichert werden. Disney hat also den Test bestanden in der Hinsicht.



Das in Orlando eingecheckte Gepäck wurde mir bereits um 14 Uhr vor die Kabine gestellt – garantiert wird, es bis abends um ca. 18:30 Uhr zu erhalten.

Und was tue ich als Disney-Fan als erstes, wenn ich ein Zimmer beziehe? Richtig. Wie schon zuvor im Pop Century Resort in Walt Disney World wird die Türe mit magnetischen Türschildern dekoriert. So gibt man sich als Disney-Fan zu erkennen, lässt andere z.B. wissen, welche Lieblingsfiguren man hat, dass man die erste Disney Cruise absolviert usw. Nicht zuletzt findet man die eigene Tür rascher wieder in diesen langen Korridoren, die alle gleich aussehen. Eine nette Tradition, die ich auf DISboards.com – dem grössten Internetforum über die Disney-Parks und Cruise – entdeckt habe. Selbst mein Stateroom Host – das ist der, der mir jeden Morgen und Abend die Kabine aufgeräumt hat – hatte da sehr Gefallen dran. Ferdie aus den Phillippinen war das und er hat mich dank der Dekoration jeweils stets mit meinem Vornamen angesprochen. Nur bei Disney! Das gibt einem doch das Gefühl, hier daheim und willkommen zu sein.



Bevor es aber so richtig losgehen konnte, stand noch etwas ganz wichtiges und obligatorisches an: Die Rettungsübung. Ist aber bei Disney halb so wild. Regelmässige Lautsprecherdurchsagen riefen in Erinnerung, dass diese um 16 Uhr stattfindet. Es gilt dann, bei Ertönen des Alarms unverzüglich mit angezogener Schwimmweste an einen vordefinierten Sammelpunkt zu gehen und sich dort aufzustellen. Ein humorvoller Disney Crew Member empfängt einem dort dann und gibt per Megafon noch ein paar weitere Notfall-Informationen. Sind dann alle Leute eingetroffen und alle auf seiner Liste abgehakt, war es dann das auch schon. Mit einem „You are officially dismissed and you are now on vacation!“ wurde man nach gut 10 Minuten entlassen.

Ein paar persönliche Tipps aber noch dazu: Der Sammelpunkt und der Weg dorthin sind an der Rückseite der Kabinentür angeschlagen. Diesen Weg bitte unbedingt vor der Übung einmal machen und sich einprägen. Ist man nämlich das erste Mal auf einem so riesigen Schiff, ist es zu Beginn nämlich oft verwirrend, wo sich was befindet. Ganz wichtig: Lift benutzen ist nicht gestattet, man geht über die Treppen. In meinem Fall befand sich mein Sammelpunkt auf Deck 4 aussen auf der linken Schiffsseite. Wie man sich eine Schwimmweste korrekt anzieht, zeigt Mickey Mouse in einer leicht verständlichen Anleitung, ebenfalls auf der Kabinentür. Die Westen befinden sich zuoberst im Schrank, zu beachten ist, dass verschiedene Grössen vorhanden sind: Erwachsene und Kinder. Nach der Übung empfiehlt es sich, die Schwimmweste anzubehalten, bis man wieder seine Kabine erreicht hat, dies ist bequemer, da man sich in mitten vieler Leute bewegt, die natürlich alle gleichzeitig ins Treppenhaus strömen. Die Teilnahme ist wie gesagt streng obligatorisch und wird kontrolliert, es wurden gar nach einzelnen Kabinennummern gefragt, ob man anwesend ist. Die Übung ist für alle so lange nicht beendet, bis es auch der letzte von den über 2000 Passagieren geschafft hat, seinen Sammelpunkt zu erreichen. Ging dann aber ganz flott, alle waren schön brav und zügig den Aufforderungen gefolgt.

Ein bildlicher Eindruck, entstanden gleich nach Beendigung der Übung, als es die Leute rasch in ihre Kabinen zurückzog:



Unmittelbar nach der Rettungsübung hiess es also, die Schwimmweste wieder an ihrem Platz zu verstauen. Auf dem Bett erwartete mich auch schon der „Daily Navigator“, das Tagesprogramm. Dies hält einem täglich auf dem Laufenden, was auf dem riesigen Schiff so läuft. Ein Ausschnitt aus dem Programm des ersten Tages:





Pflichtprogramm für mich und praktisch allen anderen Passagieren war natürlich die Sailaway Party um 16:30 Uhr. Also hoch, von Deck 1 nach Deck 9und nach draussen, zum (abgedeckten) Goofy Swimming Pool. Auf der Bühne davor stellt sich die Crew, speziell diejenigen aus dem Entertainment Department vor. Der eigentlich tolle Ferien-Sound ist wieder, wie schon an den Paraden im Magic Kingdom, zu laut, aber immerhin ist es lustig, man gibt Vollgas und erinnert uns, dass man on Vacation sei. Noch lustiger wird es natürlich, als die Characters die Bühne betreten: Chip & Dale, Donald, Goofy, und natürlich Mickey & Minnie Mouse.



Schliesslich der grosse Moment: Cruise Director Clayton aus Minneapolis, Minnesota ergreift das Wort und gemeinsam mit ihm zählen wir einen Countdown von 10 auf 0. Bei 0 übertönt das Schiffshorn den Jubel der Passagiere. Und dies ist nicht irgendein simples Horn, sondern die ersten 7 Noten aus der Disney-Hymne „When You Wish Upon A Star“. Ein Hinweis, dass nun wieder ein Disney-Traum wahr wird, und das Zeichen zur Abfahrt. Die Party ist kurz danach beendet und die stolze Disney Magic verlässt den Hafen von Port Canaveral, der sich übrigens gleich gegenüber des Kennedy Space Centers befindet.

Es ist kurz nach 17 Uhr und ich geniesse die Dämmerung und den Sonnenuntergang, als wir Kurs Richtung Südosten und die Bahamas nehmen.





Ein toller Anblick! Ich fahre zum ersten Mal in meinem Leben aufs Meer hinaus, auf der wunderbaren Disney Magic.

Ein Video mit den Eindrücken vom Boarding und der Sailaway Party:


Das Nachtessen haben wir dann auf Wunsch meines Vaters an diesem Abend ausgelassen, das Topsiders Buffet auf Deck 9 hinten genügte für heute, und gesund war es auch: Wie das Abendessen in den Restaurants sind auch die Sachen vom Buffet im Gesamtpreis inbegriffen, auch die Getränke! Ein weiterer einzigartiger Punkt bei der Disney Cruise Line.



Es wurde schnell dunkel, die allermeisten Leute waren beim Essen. Wie mir wohl die erste Kreuzfahrt bekommen würde, ob ich wohl seekrank würde? Tatsächlich schwankte die Disney Magic am ersten Abend recht stark – so zumindest mein Eindruck. Beim Umhergehen musste man sich also schon etwas konzentrieren und Acht geben. Probleme hatte ich dann aber keine nennenswerten, schlecht wurde es mir auch nicht. Lag man im Bett, waren die Bewegungen nicht mehr zu spüren, geschlafen hat man ausgezeichnet. Zudem war es nur am am ersten Abend etwas unruhig, wie sich herausstellen sollte. Die restlichen Tage verhielt sich das Schiff praktisch absolut ruhig.

Zeit für mich, noch etwas das Pooldeck zu erkunden. Es gibt 3 Pools: Ganz vorne der Quiet Cove Pool, nur für Erwachsene, in der Mitte Goofy’s Pool für jedermann und hinten der Mickey Pool für die Kids, mit samt einer Rutschbahn.

Über dem Goofy-Pool befand sich ein riesiger Flachbildschirm. Frühmorgens hat man hier für die kleinsten Gäste oft Playhouse Disney laufen lassen, mit Serien wie „Mickey Mouse Clubhoue“ oder My Friends Tigger & Pooh“. Im Originalton natürlich Tagsüber wurden meist ältere Donald Duck- Chip & Dale- oder Goofy-Cartoons gezeigt, je nach Satellitenempfang wurde Disney Channel zugeschaltet, oder auch einen Disney-Film in voller Länge. Abends dann meist ein Footballspiel oder wieder einen Disney-Film.

Allerdings war es bei den Pools nicht wirklich ruhig wegen den Geräuschen von den Schornsteinen, ganz vorne oder ganz hinten war es deutlich besser. Dennoch aber ein tolles Gefühl, vom Pool oder Liegestuhl aus auf einem Megabildschirm Disneysachen zu schauen.

Der verwaiste Goofy-Pool – alle waren beim Nachtessen…


Die Pools waren halbwegs warm für ein paar Minuten, doch da es bereits Nacht war, zog es dann schnell in einen der beiden Whirlpools beim Goofy Pool – zwei weitere waren beim Adult Pool vorhanden.



Danach zog ich mich dann für die Nacht in meine wunderbare Kabine zurück, denn morgen stand ein Höhepunkt auf dem Programm – der erste Besuch auf Disney’s privater Bahamasinsel, Castaway Cay. Davon dann mehr im nächsten Teil.
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Alt 10.12.2009, 21:07
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Mit Mickey Mouse auf hoher See – Meine erste Kreuzfahrt mit der Disney Cruise Line.

Teil 2 – 15. November 2009 – 1. Halt auf Disney’s Privatinsel Castaway Cay, Bahamas


Die erste Nacht auf der Disney Magic habe ich bestens überstanden und nach 6 Uhr wird es bereits hell. Da es noch etwas bewölkt ist, gibt’s leider keine Sonnenaufgangsbilder. Stattdessen beginnt der Tag im Topsiders Buffet auf Deck 9 hinten bei einem gesunden Frühstück.



Positiv aufgefallen: Die Durchsetzung der Hygienestandards. Kein einziger Gast durfte die Restaurants betreten, ohne vorher von einem Cast Member ein Desinfektionstuch in die Hand gedrückt zu bekommen. Es war also für alle obligatorisch, sich damit zuerst die Hände zu reinigen. Obwohl, von der Schweinegrippe hat niemand gesprochen, auch in den Medien war das absolut kein Thema.

Negativ aufgefallen: Die Leute muten sich beim Essen viel zu viel zu, füllen ihre Teller übermässig und lassen am Schluss mehr als die Hälfte stehen, was dann wohl weggeworfen werden muss. Ich bin weiss Gott kein Öko, mag den amerikanischen Lebensstil. Aber ein wenig schonender mit den Ressourcen könnte man schon umgehen. Es ist ja nicht verboten, ein zweites Mal ans Buffet zu gehen und Nachschub zu holen. Gratis ist es ja auch. Aber ich mochte mich da nicht gross aufregen. Ich war ja auf einer Disney Cruise.

Derweil taucht endlich das Objekt der Begierde auf – der erste Blick auf Castaway Cay: Die 4 Quadratkilometer grosse Insel wurde von Disney dem bahamesischen Staat abgekauft und befindet sich seit 1998 vollständig in dessen Besitz. Man kann damit so gut wie ungestört die Insel gestalten. Wäre wohl schlicht undenkbar in Europa.



Hier muss Captain Mickey Mouse das Schiff rückwärts einparken… Das klappt dann dank einer 500 x 120 Meter grossen und 11 Meter tiefen, künstlich ausgehobenen Fahrrinne gut und ich fahre wieder hinunter nach Deck 1 in meine Kabine. Zeit, sich eine erste Schicht Sonnencréme aufzutragen und gleich in die Badehose zu schlüpfen. Denn die Wolken verziehen sich allmählich, die Sonne kommt hervor und beginnt, die Luft kräftig und rasch aufzuheizen. Kurz nach 8:30 Uhr meldet sich der gutgelaunte Cruise Director Clayton Lyndsey über die Lautsprecher und gibt bekannt, dass man nun das Schiff verlassen kann und wünscht uns einen wunderschönen Tag in Disney’s Inselparadies.

Und tatsächlich, die Sonne knallt bereits mit Vollgas durchs Ozonloch, als ich das Schiff verlasse. Es ist bereits über 25 Grad.





Man händigt mir ein Strandtuch aus – gratis natürlich. Wir sind bei Disney! Ein paar Schritte hinter der Disney Magic entdecke ich ein anderes. Die Flying Dutchman, Originalrequisite aus dem Film „Pirates of the Caribbean“.



Danach habe ich, wie in einem Disney-Park, die Wahl: Tram oder zu Fuss. Ich will laufen. Aber wohin genau? Erst einmal die Karte studieren…



Wir sehen: Castaway Cay bietet vielfältige Möglichkeiten. Disney legt auch hier, wie schon auf dem Schiff, Wert darauf, Bereiche für jede Altersgruppe anzubieten. Es gibt z.B. verschiedene Strände. Einen für Teenager, einen nur für Erwachsene, und einen für alle – der beliebteste von allen – der Family Beach. Für den entscheide ich mich, ein siebenminütiger, gemütlicher Spaziergang bringt mich dorthin.

Wer nicht spazieren will, oder kann: Castaway Cay ist dank dieser Vehikel auch rollstuhlgängig:



Ob ich hier wohl tatsächlich schwimmen gehen will?



Ja, will ich, doch zuerst suche ich mir einen Platz. Trotz der 2000 Passagiere, die sich nun auf Castaway Cay befinden, ist dieser schnell gefunden. Der Family Beach ist zwar der beliebteste Ort auf der Insel, aber grösser, als er scheint. Ein Schirm, zwei Liegestühle und ganze 4 Strandstühle bilden ein „Set“. Was in Miami South Beach stolze 33 Dollar kostet, kostet hier: Nichts! Wir sind bei Disney, hier wird man verwöhnt. Das Badetuch, die Liegestühle, und sogar die Verpflegung – Food/Drinks sind inbegriffen. Daran kann man sich definitiv gewöhnen. Lediglich der Verleih von Schwimmreifen und dergleichen kostet. Kein Bedarf für mich.

Ein Liegestuhl ist gefunden, Vater legt sich hin und ich trage unterdessen eine weitere Schicht Sonnencréme auf, die Sonne brennt nun gnadenlos vom Himmel, die Temperatur erreicht 30 Grad und die Luftfeuchtigkeit steigt. Und das Mitte November. Ungewohnt für mich. Im Hintergrund ist bahamesische Musik zu hören, man sieht die Palmen, hört das Wasser…


Bevor’s ins Wasser geht (ich mag die Hitze nicht und beginne zu schwitzen) schnell noch ein paar weitere Bilder vom Family Beach – denn mir wird langsam bewusst: Diese Insel ist ein Paradies wie aus dem Reiseprospekt, nur noch besser.

Ich schwöre euch, die Bilder sind nicht mit Photoshop bearbeitet worden (ich kenne mich da nicht mal genug aus). Das ist ganz genau so, wie ich es mit meinen Augen gesehen habe. Das Wasser ist wirklich so schön türkisfarben, die Palmen grün, der Himmel blau. Ich habe das noch nie so gesehen! War schon an vielen Stränden in Italien, Griechenland, Ägypten, Florida, Kalifornien. Aber Disney schlägt mit Castaway Cay alle! Und die Wassertemperatur? Wurde mit 26 Grad angegeben – dürfte gestimmt haben. Habe es jedenfalls problemlos stundenlang ausgehalten, da die Sonne extrem gewärmt hat.





Der Sand ist relativ flachabfallend, wenn auch nicht ganz so extrem wie in Miami South Beach, wo man extrem weit rausgehen und immer noch mit den Füssen abstehen kann. Aber absolut ausreichend und auch für die Kids sicher. Künstlich aufgeschichtete, tonnenschwere Steine dienen als Wellenbrecher – das Wasser ist so sehr ruhig. Lifeguards sind vorhanden.

Wieder einige Dinge aus der Kategorie „Hätten Sie’s gewusst?“:

- Der Sand in dieser Lagune wurde künstlich aufgeschüttet, es ist die Menge von 50'000 LKW-Ladungen!

- Disney hat vor der Eröffnung der Insel im Sommer 1998 ganze 18 Monate daran gearbeitet, alles so herzurichten, wie es jetzt ist.

- Castaway Cay war vor dem Disney-Kauf als Gorda Cay bekannt, dieser Name wird nicht mehr benutzt – selbst Google Earth/Maps verzeichnet die Insel nun als Castaway Cay.

- Nur gut 5% der 4 Quadratkilometer Fläche sind entwickelt und „überbaut“, der Rest steht noch immer zur freien Verfügung und könnte bebaut werden, wie immer Disney es passt.

Weiter mit Bildern: Abenteuerspielplatz für die Kids am Family Beach:


Auf Castaway Cay ist es gestattet, die gratis zur Verfügung stehenden Strandstühle ins Wasser zu nehmen. Will hier jemand Platz nehmen?



Ja, gerne! Mache ich!





Das ist aber eine schöne, entspannende Aussicht von meinem Stüehli (schon wieder so ein „Swissism“ oder Helvetismus. Gell, andischatz?!



Weils so schön war – wieder ein Video mit Eindrücken vom Family Beach:


Auch zu Essen gibt es, gesundes und weniger gesundes, aber immer noch GRATIS!



Nur Eis wollte die eigens dafür angeschaffte Eismaschine dann nicht herausgeben…



Die Abfahrtszeit war für diesen ersten Halt bereits auf 15 Uhr angesetzt, also hab ich mir die Insel noch etwas angesehen.





Duschen und WC’s gab es auch, und die waren – ihr ahnt es: Gratis!



Ich wollte aber zur Heads Up-Bar am anderen Ende des Family Beach – dort kann man tolle Bilder mit der stolzen Disney Magic im Hintergrund machen.



Es zog nun, wie üblich in diesem feuchtheissen Klima, zunehmend Bewölkung auf. Mir solls recht sein, so lange ich mich nicht abkühlen kann (ich kann ja nicht einfach so etwas trinken), ist mir die Hitze eher unangenehm.

Trotz bedecktem Himmel ein tolles Bild mit unserem Disney-Schiff, aufgenommen von der Heads Up-Bar aus:



Ich mache mich langsam wieder auf den Weg zum Schiff, die Zeit vergeht viel zu schnell!



Für einen Besuch im Merchandise-Shop reichts noch – besorge mir dort ein paar Postkarten. Die tut man aber möglichst nicht über die Poststelle auf der Insel versenden, die bahamesische Post hat es nicht so mit der Schnelligkeit. Lieber US-Marke drauf und auf dem Schiff bei Guest Services abgeben. Geht schneller.



Selbstverständlich kann man auf Castaway Cay auch Disney Characters treffen. Die genauen Zeiten sind im Daily Navigator aufgeführt. Captain Jack Sparrow sieht man z.B. vor seiner Flying Dutchman:



Ich habe mich dann für Mickey Mouse entschieden, der mich vor dem Schiff bereits erwartete:



Schade, dass Baloo jeweils nicht dabei ist. Der würde doch passen, wenn er so zwischen den Palmen hervorkäme! Andere Characters, die man sehen konnte, waren Lilo & Stitch, Chip & Dale, Donald, Daisy, Pluto, Goofy und Minnie.

Unmittelbar vor dem Schiff befanden sich nochmals Duschen, ideal zum den Sand von den Füssen loszuwerden. Und dann hiess es auch schon wieder: Einsteigen bitte. Zuvor kann man sich an der Gangway noch der Badetücher entledigen, diese werden hier eingesammelt. Ganz wichtig noch zu wissen. In allen Häfen (auch Castaway Cay) kann das Schiff nur mit der Schlüsselkarte und einer Foto-ID (Pass, Führerschein oder dergleichen) betreten werden, zudem muss man durch einen Metalldetektor. Man tut also gut daran, Pass und Schlüssel immer dabei zu haben.

Noch ein letztes Bild vom Schiff, und der Tag auf Castaway Cay ist beendet. Es war traumhaft, hier gibt’s wirklich gar nichts auszusetzen. Es ist sauber, das Wasser warm, der Sand toll, fast alles ist gratis, was will man mehr. Eine Insel, wie sie im Prospekt steht, und wie sie nur Disney herrichten kann. Und das beste: Dies war erst der erste von zwei geplanten Stops hier.




In den nächsten Teilen: Eindrücke vom Schiff, Grand Cayman und Cozumel. Falls Fragen oder Anmerkungen da sind, nur zu!
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Mit Mickey Mouse auf hoher See - Meine erste Kreuzfahrt mit der Disney Cruise Line

Teil 3 - Landausflüge auf Grand Cayman Island und Cozumel, Mexiko - 17. & 18. November 2009


Nach dem Halt auf Castaway Cay und einem Tag auf See vor der Nordküste von Kuba habe ich am Morgen des 17.11. Grand Cayman Island erreicht. Als Shore Excursion habe ich mich für einen Ausflug nach Rum Point Beach entschieden. Diese Landausflüge sind ebenfalls ganz unkompliziert online über die Disney Cruise Line-Website zu reservieren, die Gutscheine dafür erhält man dann rechtzeitig vor dem Ausflug in die Kabine. Gekostet hat dies etwas über 50 Dollar pro Person. Es sollte sich lohnen, war doch das Wetter einmal mehr sonnig und heiss. Eine Abkühlung im Meer konnte also nicht schaden.

Bereits um 8:20 Uhr hat uns Cast Member Dave aus Australien in die Diversions-Lounge gebeten und uns dort über den Ablauf informiert:


Ein durchaus lustiger Herr also, aber etwas schade, dass er uns nicht begleitet hat bis nach Rum Point.

In Grand Cayman können Kreuzfahrtschiffe nicht direkt andocken, sondern ankern einige 100 Meter vor der Küste. Mit kleinen Fährbooten wird dann der Weitertransport sichergestellt. Dies ermöglicht ein paar gute Fotos von der Disney Magic - ich glaube, dass sind sogar die besten, die mir gelungen sind.







Auch die Konkurrenz war mit ihren Schiffen vertreten:



Natürlich sind die anderen Schiffe auch toll, sie sind sogar grösser und es ist bestimmt auch schön dort. Doch das Disney-Schiff ist dennoch das Beste, weil es speziell ist. Es mag zwar mit Abstand die teuerste Reederei sein, aber Disney hat viele Dinge, die andere nicht haben. Das ist es mir wert. Wir haben in den Häfen durchaus neidische Blicke geerntet, weil Disney wohl einen guten Ruf zu haben scheint. Ich war zugegeben schon etwas stolz, jeweils in die Disney Magic steigen zu dürfen vor den Blicken der anderen Passagiere - speziell war dies in Cozumel - nebenan waren nämlich die deutschen Kollegen von der AIDAvita

Bald war ich an Land und habe zum ersten Mal den Boden der Insel Grand Cayman betreten.



Die Organisation hatte Disney einigermassen im Griff, wenn auch manchmal die karibische Mir-doch-egal-Mentalität aufblitzte. Eigentliche Einreisekontrollen, wie man sie z.B. an Flughäfen kennt, fanden nicht statt - den Pass muss man aber trotzdem dabei haben, braucht man zum Einsteigen.

Nun werden wir in noble Toyota-Kleinbusse verladen. Was ist am folgendem Bild "falsch"?



Richtig, wir steigen von links in den Bus. Grand Cayman gehört noch immer zu Grossbritannien, und demzufolge herrscht hier Linksverkehr. Die Fahrt führt etwa 15 Minuten durch Georgetown, der Hauptstadt von Grand Cayman, bis zu einem Bootsanlegeplatz. Die Häuser und Grundstücke machen teils einen ungepflegten und heruntergekommenen Eindruck, es gibt die üblichen Ramschläden, nichts spezielles. Grand Cayman müsste doch als Finanzplatz reich sein, dem ist offenbar nicht so. Aber dennoch, interessant, einmal einen Einblick in eine andere Welt zu haben.

Wir steigen um auf ein Fährboot, das uns in 45 Minuten nach Rum Point im Nordwesten von Grand Cayman bringt. Das klare Wasser fällt schon bei der Anfahrt auf. Der Grund: In Grand Cayman gibt es keine Flüsse und Bäche, die ins Meer abfliessen und dieses trüben würden. Die Insel ist flach.

Endlich sind wir da, es ist 11 Uhr, man gibt uns Bescheid, dass wir uns um 13:45 Uhr wieder hier am Bootssteg treffen. Nun bleibt Zeit, diesen kleinen, aber netten, schattigen Strand zu geniessen. Es gibt auch hier für uns Disney-Gäste gratis Verpflegung, Liegestuhl und Schirm - entsprechende Vouchers wurden vor Beginn des Ausflugs verteilt. Duschen und Toiletten waren ebenfalls vorhanden.



Da dank der hohen Luftfeuchte die gefühlte Temperatur wieder über 30 Grad liegt, zieht es mich bald wieder ins Wasser - dies ist jedoch auch nicht sehr viel kälter. Kaum Wellengang und der Andrang hielt sich in Grenzen - es gibt also doch schöne Ecken auf den Cayman Islands.



Als einsame Insel mitten im karibischen Meer hat es Grand Cayman oft mit den Naturgewalten zu tun - diese Tafeln zeugen davon:



Den Humor hat man aber trotzdem nicht verloren.



Schon bald war es wieder Zeit, Rum Point zu verlassen, es geht wieder per Schiff zurück. War toll hier, aber Georgetown kann man sich meiner Meinung nach sparen. Hat man nichts verpasst, wenn man nur am Strand liegt.



Ein Video von der Rückfahrt bis zur Disney Magic:


Am nächsten Morgen sind wir bereits auf der Insel Cozumel in Mexiko. Hier ist es übrigens eine Stunde früher, als in Grand Cayman und Florida.



Für heute stand etwas besonderes auf dem Programm: Schwimmen mit einem Delfin bei Dolphin Discovery. Kostenpunkt: 119 Dollar für mich, 49 Dollar für meinen Vater, der mir vom trockenen aus dabei zusehen durfte. Gebucht ebenfalls online via Disney. Schwimmen ist zwar etwas übertrieben, ich habe mich für die etwas mildere Variante entschieden: Man steht auf einer Plattform 1.20 Meter tief im Wasser und kann den Delfin unter Anleitung streicheln, küssen und umarmen. Speziell für Kinder natürlich empfehlenswert.

Zuerst müssen wir aber erstmal dorthin kommen. In Cozumel erhalten wir einen Platz direkt am Dock, es braucht also keine Tenderboote.

Die deutschen Kollegen von der AIDA sind schon da. Beeindruckt mich nicht. Meine Disney Magic ist schöner und besser.



Wir steigen wiederum geordnet aus, Seite an Seite mit den deutschen Touristen:





Ein Tourguide von Dolphin Discovery empfängt uns, ein netter, älterer Typ. Da wir nicht gerade wenig Leute sind, steht er mit dem Megafon vor uns und erklärt auf durchaus lustige Art den genauen Ablauf der Hin- und Rückfahrt. Nicht ohne uns auch noch ein paar Worte Spanisch beizubringen. Die Gruppe wird nun aufgeteilt, jeweils 8 Personen haben nun das Vergnügen, sich ein Taxi zu teilen.



Wir sind nun wieder in einer anderen Welt. Klimaanlage? Geschwindigkeitsbeschränkungen? Nie gehört. Die Schwellen vor den Fussgängerstreifen werden mit Vollgas überfahren, es scheppert gewaltig im Kofferraum, im Wagen ist es heiss, die Fahrer sprechen ununterbrochen in ihr Funkgerät. Aber immerhin ist es wieder gratis.

Nach einer Viertelstunde rasanter Fahrt sind wir bei Dophin Discovery. Ich erhalte Gelegenheit, mich umzuziehen, die Gruppen werden eingeteilt und nach einer kurzen Einführung über Delfine geht es ins Wasser. Endlich, denn ich schwitze schon wieder in Strömen.

So präsentierte sich die Situation:



Unter Anleitung erhielt nun jeder Gelegenheit, den Delfin zu berühren. Das sind schöne Tiere, ein tolles Erlebnis!



Selbstverständlich auch ich:





Für 20 Dollar habe ich mir dann ein professionelles Foto gekauft, ein Video wäre ebenfalls erhältlich gewesen.



Nach gut 40 Minuten war's dann vorbei - als Zugabe durften wir dann noch ganz kurz die Manatees im Becken nebenan streicheln gehen. Da ich bis zur Rückfahrt noch etwas Zeit hatte und es sehr schwülwarm war, habe ich mich dann noch etwas in deren Pool abgekühlt....



...bevor ich dann wieder ins unklimatisierte Taxi stieg, das mich pünktlich wieder nach Hause auf die wunderbare Disney Magic brachte:



Als Disney-Fan fühle ich mich natürlich auf der Disney Magic wie zu Hause.


Mit Delfinen im Wasser zu sein, ist immer eine tolle Erfahrung - sollte man einmal gemacht haben. War für mich aber nicht das erste Mal. Im November 2007 war ich mal im Theater of the Seas in Islamorada auf den Florida Keys und habe dort praktisch das gleiche Programm absolviert. Nur kostete der Spass dort 165 Dollar, plus 50 für die Foto-CD. War aber ohne Zweifel auch ein bleibendes Erlebnis.

Im nächsten, letzten und ausführlichsten Teil werfe ich dann endlich einen genaueren Blick auf die Disney Magic - ihr erfahrt, wie ich an den Formal Nights ausgesehen habe, und welche Characters mir begegnet sind.
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Alt 11.12.2009, 20:14
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Mit Mickey Mouse auf hoher See - Meine erste Kreuzfahrt mit der Disney Cruise Line

Teil 4 - Erlebnisse und Eindrücke auf der Disney Magic


Neben den beiden Stops auf Castaway Cay und den Destinationen Grand Cayman und Cozumel bestand meine 7 Nächte dauernde Disney-Kreuzfahrt auch aus zwei vollen Tagen auf See. Eine ideale Gelegenheit, die riesige Disney Magic besser kennenzulernen.

Eine kleine Schiffstour in Bildern

Beginnen wir doch nochmals in meiner Kabine, Nr. 1058 auf Deck 1. Wie schon im 1. Teil des Tripreports beschrieben, sehr nett und ruhig.

Sicht gegen die Tür, Kleiderschrank und Badezimmer:



Sicht gegen die Fenster, gerade so über der Wasserlinie:



Wen haben wir denn da in meinem Flachbildfernseher? Den kennen wir doch! Das Dschungelbuch mit meinem Liebling Balu war eines frühen Morgens zu sehen - im unverfälschten Originalton. Es gab einen Kanal, auf dem alle 2 Stunden die klassischen, guten alten Disney Animated Features zu sehen waren.



Jetzt machen wir einen Schritt vor meine dekorierte Kabinentür...



...und fahren mit dem Glaslift...



...in die weihnächtlich dekorierte Lobby im 3. Stock.



Die Statue von Mickey Mouse ist der Mittelpunkt.



Eine Etage höher, in Deck 4 befindet sich ein ruhiges, selten besuchtes Aussendeck - hier befinden sich auch die Sammelpunkte für die Rettungsübung.



Ebenfalls auf Deck 4 befindet sich das Walt Disney Theater.



...und Mickey's Mates, der Merchandise Shop.



Weiter bis ganz nach oben nach Deck 10. Eine Übersicht über die 3 Swimmingpools. Als erstes ganz vorne der Quiet Cove Pool, inkl. zwei Whirlpools, exklusiv für Gäste über 18 Jahre.



Der Goofy Pool ist für jedermann, verfügt ebenfalls über 2 Whirlpools und hat Sicht auf den Grossbildschirm.



Schliesslich Mickey's Pool für die Kids, mit Rutschbahn. Da hatten die natürlich ihre Freude dran. Rechts im Bild: Pluto's Dog House, einer der drei Counter Service Locations, hatte Sandwiches und Früchte. Natürlich auch gratis!



Die Pools waren in der Regel von 6 bis 22 Uhr oder Mitternacht geöffnet, das Wasser war einigermassen warm, so lange die Sonne schien. Nachts wurde es wegen dem Fahrtwind dann etwas kühler, es standen aber wie gesagt, vier Whirlpools zur Verfügung. Die habe ich rege genutzt, vor allem zwischen 18 und 21 Uhr, wenn alle beim Essen waren. Vor allem am ersten Abend glichen die Pools mehr einem Wellenbad wegen den starken Bewegungen des Schiffs.

Wir bleiben noch auf Deck 10. Sicht auf den Bug. Hier hat's auch einen Pool, doch der ist reserviert für Crew Members (habe aber nie jemanden gesehen - waren wohl alle zu beschäftigt).



Deck 10 vorne war einer meiner Lieblingsorte. Hier hat man den sehr starken Fahrtwind gespürt. Was ebenfalls ganz eindrücklich ist: Die Dunkelheit bei Nacht auf hoher See. So einen dunklen Himmel erlebt man hier in unseren dichtbesiedelten Regionen gar nicht mehr: Der Horizont, das Wasser und der Himmel waren nicht voneinander zu unterscheiden, es wird wirklich komplett dunkel. Der Bug war noch ganz knapp erkennbar. Irgendwie unheimlich, aber muss man mal erlebt haben.

Nochmals Deck 10:



Auf Deck 9 ganz hinten befand sich das Topsiders Buffet, davor eine 24 Stunden Getränkestation, auch alles gratis.



Topsiders Buffet innen:



Nicht-sehr-Hidden-Mickey auf einem der Schornsteine:



Und natürlich habe ich auch wieder ein Video. Von meiner Kabine in den 10. Stock:


Die Characters:

Sowohl auf Castaway Cay, als auch auf dem Schiff selbst gab es reichlich Gelegenheiten, die Characters zu treffen, wenn auch die Auswahl an Figuren natürlich nicht mit Disney World mithalten konnte. Die Zeiten waren jeweils im Tagesprogramm vermerkt, die Characters blieben aber meist länger, als die angegebenen 15 Minuten, teils bis zu 30 Minuten. Autogramme bekam man selbstverständlich auch, die meisten Meetings fanden in der noblen Lobby auf Deck 3 und 4 statt, selten auch auf dem Pooldeck, Deck 9. Bilder wurden von Fotografen gemacht, waren aber selbst mir zu teuer: 300 Dollar für eine CD mit allen Fotos, 20 Dollar pro Bild - das war es mir in Anbetracht der vielen tollen Fotos aus Walt Disney World dann nicht wert.

Es müsste doch technisch kein Problem sein, die Disney Cruises an das Photopass-System anzuschliessen. Das wäre die optimalste Lösung. Aber so rechnet sich das irgendwie nicht, denn - wie schon in Disney World machen auch hier die Character Attendants auf Wunsch Fotos mit der eigenen Kamera. Das ist definitiv billiger.

Eine Auswahl an Character-Bildern:

Captain Mickey & Minnie Mouse. Captain Mickey war mein Liebling auf der Cruise - erstens steht ihm die Uniform wirklich toll und zweitens... ist es Mickey Mouse



Pluto:



Goofy im Ferienoutfit:



Chip & Dale während der Pirate Night:



Die Pirate Night war im wesentlichen eine Deckparty mit viel lauter Musik und Tanz beim Goofy Pool, als Abschluss gabs dann noch ein kleines Feuerwerk, ebenfalls einzigartig. Nur die Disney Cruise Line darf auf hoher See Feuerwerk abfeuern. Hab davon aber leider keine Fotos.

Prinzessin Cinderella während der 'Til We Meet Again Party, die jeweils am letzten Abend in der Lobby stattfindet. Ist ganz nett, alle Characters kommen die Treppen runter und verabschieden sich, mit einigen kann man dann noch Fotos haben.



Nochmals Chip & Dale:



Goofy & Max:



Pluto, beim Goofy-Pool, ich darum dementsprechend in den Badehosen. Auch eine Art, Disney Characters zu treffen:



Wieder Mickey:



Nochmals mein Captain Mickey:



...und nochmals Mickey, diesmal an einer der beiden Formal Nights:



Dieses Bild bringt mich zum nächsten Thema:

Die Formal Nights

Als Abschluss der beiden Auf-See-Tage war Formal Night angesagt, das heisst, schön anziehen erwünscht zum Nachtessen - dies wurde auch grösstenteils befolgt. Für mich hiess das, zum ersten Mal Anzug und Krawatte anziehen.



Zum Essen ging es dann ins Lumieres, Deck 3 Mitte. Das Essen sei für europäische Ansprüche mengenmässig mehr als genug gewesen, die Qualität schwankte von gut (Desserts) bis eher durchzogen (Hauptgang). So liess es jedenfalls mein Vater verlauten. Ist aber Geschmackssache, heisst jetzt nicht, dass alles zwingend schlecht oder alles super war.

Die Kellner waren aber toll. Wir hatten Branislav und Cedomir aus Kroatien, sowie Luke aus England, sehr tolle, aufmerksame und freundliche Herren.

Branislav bespricht mit meinem Vater das Menü. Die Auswahl ist gross und fällt dementsprechend schwer.



Vater & Sohn - Disney-Fan und Nicht-Disney-Fan vereint:



Nun kommt der schönste Teil der Formal Night. Nach dem Essen ist es Zeit für ein paar Bilder mit den Characters.

Zuerst darf Goofy ran:



Dann Mickey Mouse:



Minnie Mouse:



Nochmals Mickey Mouse - gesehen an der ersten Formal Night vor dem Walt Disney Theater. Das Bild mit Walt ist toll im Hintergrund.



Schliesslich nochmals Minnie Mouse:



Die Souvenirs:

Am Vormittag des ersten Seetages erhielt ich eine Notiz in meine Kabine, dass ich 25 Dollar Onboard Credit hätte, gültig für sämtliche Ausgaben auf der Magic. Da ja fast alles eh schon inbegriffen war, zog es mich natürlich in den Merchandise Shop. Dort ist nichts gratis - leider. Aber wie gesagt, 25 Dollar günstiger für mich. Gekauft habe ich mir:

Einen lieben Plüsch Captain Mickey Mouse für $21.95 (also geschenkt).



Ein kleines Modell der Magic, für ungefähr $20.



...sowie einen kleinen Plüsch-Simba aus The Lion King für $11. Nicht schlecht, aber die sollten mal ein grösseres Modell der Disney Magic herstellen - so etwas hätte ich gerne. Naja, vielleicht gibts dann Grossmodelle von der Dream oder Fantasy, die ja bis 2012 in den Dienst kommen.

Der letzte Tag:

Nach einem erneut paradiesischen Aufenthalt auf Disney's Castaway Cay Island (Bilder siehe Teil 2), war es Zeit, sich an die Formalitäten für die Ausschiffung zu machen. Es muss ein Zollformular ausgefüllt werden, dasselbe, wie auch schon auf einem Flug Richtung USA verteilt wird. Im weiteren werden am letzten Tag Gepäckanhänger verteilt. Diese bezwecken folgendes: Am letzten Abend müssen sämtliche Koffer, die man am Ausschiffungstag nicht selbst von Bord tragen kann/will, bis spätestens 23 Uhr vor die Türe auf den Korridor gestellt werden. Diese werden eingesammelt und man sieht die dann erst wieder im Terminal. Dort ist das ganze unterteilt, anhand der Kofferanhänger weiss man, wo man nach seinen Koffern suchen kann - bei mir zum Beispiel war das im orangen Goofy-Sektor.

Thema Trinkgeld:

Diese sind nicht einbegriffen bei Disney. Da Disney, wie andere Reedereien auch, eher mässige Löhne zahlt und die Crew Members hauptsächlich aus ärmeren Ländern stammen, erscheinen die empfohlenen Beträge relativ hoch. Für eine 7-Night Cruise muss für die Kellner und den Stateroom Host mit einem Total von $84 pro Passagier gerechnet werden. Diese Beträge können je nach Freundlichkeit der Bedienung angepasst werden. Der Ablauf ist folgendermassen: Schon am vorletzten Tag bekommt man ein Formular in die Kabine mit den empfohlenen Beträgen. Diese kann man gegebenenfalls korrigieren. Falls man am Anfang der Reise seine Kreditkartendaten hinterlegt hat, bestätigt man dies auf diesem Formular und wirft es bei Guest Services in einen Briefkasten. Am nächsten Morgen (also dem letzten Tag) erhält man dann Couverts mit Quittungen drin, diese Umschläge sind den Kellnern nach dem letzten Nachtessen abzugeben. Alternativ kann auch bar bezahlt werden, doch mit der Karte geht es viel bequemer. Das Trinkgeld für den Stateroom Host lässt man in der Kabine liegen.

Ein praktischer Trinkgeldkalkulator für Disney findet sich hier: Cruise Tip Calculator

Und dann war es leider schon wieder soweit, der 21. November war gekommen, bereits frühmorgens wurde mit dem Ausschiffen begonnen, die Kabine hat man bis 8 Uhr zu verlassen, ab 6:30 Uhr kann wahlweise noch gefrühstückt werden.

Ich bin um kurz vor 8 Uhr nach einer zauberhaften Woche auf See von Bord der Disney Magic gegange - dies ist das letzte Bild:



Vom Terminal ging es mit dem Shuttlebus zu Hertz in Cape Canaveral, von dort fuhren wir in einem für US-Verhältnisse geradezu winzigen Toyota Yaris über die Interstate 95 gemütlich Richtung Miami, wo unser Rückflug mit Swiss nach Zürich um 20 Uhr startete. Zeitlich ist das sehr gut machbar, es sind 350 km, sogar zwei, drei Stunden Disney World wären noch drin gelegen. Aus Rücksicht gegenüber meinem Vater als Nicht-Disney-Fan habe ich das dann aber sein lassen.

Unser Toyota Yaris:



Eine nette Überraschung ganz zum Schluss: Für den Heimflug hatte man uns die vorderste Economy-Reihe reserviert - die Beinfreiheit war rekordverdächtig - so macht die Heimreise von Disney in die kalte Schweiz doch noch Spass.



Müde, aber überglücklich und mit unzähligen Erinnerungen an zwei Wochen zauberhafte Disney-Ferien bin ich am nächsten Morgen nach Hause zurückgekehrt. Es waren die besten Ferien, die ich jemals gemacht habe. Die haben mich definitiv zu einem sehr grossen Disney-Park-Fan gemacht. Walt Disney World ist für mich wirklich The Most Magical Place On Earth.

Aber auch die Kreuzfahrt hat mir alles in allem gefallen. Das Schiff ist "Very Disney", aber mit Stil und Niveau. Andere Reedereien sind auch toll, aber wenn ich wieder einmal eine Kreuzfahrt mache, dann nur mit Disney. Nur Disney hat mit Castaway Cay eine eigene Privatinsel, nur Disney hat die Characters an Bord. Nur bei Disney isst man jeden Abend mit den selben Kellnern, den selben Familien. Nur Disney lässt auf hoher See ein Feuerwerk steigen, hat die grössten Kabinen und das speziellste, schönste Schiff.

Da die Kreuzfahrt ihren Preis hat, werde ich wohl nicht jedes Jahr eine unternehmen, ich denke, ich warte mal auf die neuen Schiffe. Dann könnte ich mir sehr wohl wieder vorstellen, mit Mickey Mouse in See zu stechen. Ich reise ja auch mehr oder weniger regelmässig nach Kalifornien, und könnte mir zum Beispiel auch eine Fahrt auf der Disney Wonder ab Los Angeles vorstellen, die wird ja schon bald dort hin verschoben.

Hingegen will ich nach Walt Disney World möglichst bald und möglichst regelmässig zurück. Das könnte ich mir leisten und das werde ich probieren und ich glaube, dass das geht. Wie sagte Walt Disney: "If you can dream, you can do it!" WDW hat wahnsinnige Emotionen ausgelöst in mir. Das Schloss zu sehen und Balu zu umarmen sind unvergessliche Erlebnisse für mich.

Es bleibt mir einmal mehr der Dank an meinen Vater für die Begleitung. Ich glaube, auch er hat es geniessen können, als Nicht-Disney-Fan und weiss nun, wieviel dies mir bedeutet.

Schliesslich auch wieder ein Dankeschön ans Reisebüro meines Vertrauens, Bucher Reisen AG, hier in Luzern. Die haben auch die Disney Cruise gebucht - direkt über deren Homepage. Gebucht habe ich im Oktober (ich kann aus gesundheitlichen Gründen nur relativ kurzfristig buchen). Trotzdem schafften es noch alle Dokumente zu mir, und es war sogar noch Platz auf dem Schiff in meiner Wunschkategorie.

Damit ist dieser Reisebericht offiziell beendet, Kommentare und Fragen nehme ich aber nach wie vor gerne entgegen. Es freut mich, dass euch die Berichte aus WDW und der Cruise gefallen haben. Mache ich nächstes Mal wieder so.

Anhand der Reaktionen von euch, lieber Forumsgemeinde, sehe ich, dass viele nun auch mit dem Gedanken liebäugeln, auch eine Disney Cruise zu unternehmen. Dem habe ich natürlich nichts entgegen zu setzen. Es ist für jeden Disney-Fan eine tolle Erfahrung, weltweit einzigartig. Es ist speziell und ein Privileg, mit Disney Ferien zu machen. Ich bin stolz, dieses Privileg zu haben.

Beachtet aber folgendes: Die Disney Cruise Line zählt zu den absolut teuersten Reedereien weltweit - im Gegenzug habt ihr aber überdurchschnittlich viele inbegriffene Leistungen, einen Halt auf Castaway Cay, und überhaupt den einzigartigen Disney Way of Life, diese Art von Lifestyle, die Disney-Atmosphäre, die wir doch alle so lieben.

Wer finanziell nicht so gut gestellt ist, für den empfiehlt sich evtl. ein Blick auf die 3 und 4-Night Cruises, die 1x in Castaway Cay und 1x in Nassau, der Hauptstadt der Bahamas, halten. Diese Fahrten finden noch einige Monate lang mit der Disney Wonder statt, die praktisch identisch und baugleich mit der Disney Magic ist. Die beiden Schiffe haben übrigens Baujahr 1998 und 1999. Diese Fahrten sind durchaus auch mit einem engeren Budget machbar. Ab Januar 2011 übernimmt dann die brandneue Disney Dream diese Kurz-Kreuzfahrten, das wäre doch auch gleich ein Argument, mal eine Disney Cruise zu probieren. Wer mit Delfinen schwimmen will, so wie ich, kann dies meines Wissen auch in Nassau tun. So eine Kurz-Kreuzfahrt lässt sich finanziell noch besser mit einem WDW-Aufenthalt kombinieren.

Die von mir absolvierte 7-Night Western Caribbean Cruise hat pro Person, bzw. pro Kabine $2612 gekostet, rechne x2, da mein Vater und ich jeweils eine eigene Kabine hatten. Hinzu kamen $35 pro Personfür den Bus-Transfer Orlando-Port Canaveral, $84 pro Person für die Trinkgelder, ebenfalls nicht inbegriffen sind allfällige Käufe von Merchandise-Artikeln (jedoch scheint jeder mindestens $25 Credit zu erhalten dafür). Im weiteren sind die Landausflüge separat zu bezahlen und möglichst vor Antritt des Urlaubs zu buchen, das Delfinschwimmen in Cozumel hat z.B. $120 gekostet. Verpflegung und Unterhaltung an Bord waren zu 100% inbegriffen, die Kinderbetreuung in den Clubs wären es ebenso gewesen.

Die Preise sind natürlich höher in den Schulferien und über die Feiertage wie Ostern, Thanksgiving und Weihnachten. Anfang bis Mitte November ist von daher eine der besten Reisezeiten. Das Schiff füllte sich dann doch noch, aber erst ganz zum Schluss. Der Andrang in Walt Disney World war absolut passabel, nicht der Redewert, die längste Wartezeit habe ich mit 40 Minuten gesehen, der ganz grosse Teil der Attraktionen war mit weniger als 10 Minuten Wartezeit zu machen.

Sucht doch einfach ein bisschen auf der DCL-Website ganz unverbindlich nach Daten und Preisen. Buchen könnt ihr auch gleich dort, allenfalls macht euch das, wie in meinem Fall auch ein Reisebüro. Wird dann aber nicht günstiger, da zumindest bei mir das Reise auch nichts anderes als direkt bei Disney gebucht hat und mir auf den Cent genau die gleichen Beträge verrechnete, wie ich auch auf deren Website herausgefunden habe.

Der Disney World-Aufenthalt kostete $120 pro Nacht und Zimmer im Pop Century Resort, auch hier hatte ich für mich alleine ein Zimmer. Das 7-Tage Park Hopper-Ticket, das unbeschränkten Zugang zu allen 4 Parks erlaubt, kostet momentan um $286. Der Nonstop-Flug mit Swiss (übrigens eine tolle Airline, sage dies nicht nur als Schweizer) von Zürich nach Miami und retour kostete pro Person 1016 Schweizer Franken, dies entspricht momentan 670 Euro. Ich habe nicht auf die billigsten Tarife gesetzt, da ich es mir erstens zu einem gewissen Grad leisten kann und mir zweitens ein Direktflug wichtiger ist, als z.B. in Frankfurt umsteigen zu müssen.

Das nur mal so ein paar Anregungen - jetzt plant mal schön eure nächsten Disney Vacations.

See you real soon, Walt Disney World!
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cahaya (18.11.2012), Darkwing (20.09.2010), disneyboy (23.12.2011), disneyrunner (21.01.2010), fanny (20.07.2010), Flounder (26.06.2011), Grappy (24.05.2011), Kimlili (19.12.2009), kruemelzebra (14.03.2013), Rina (02.06.2010), Steffi (13.08.2010), Tinkerbell3 (14.12.2009)
 

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